*** Klischees “Schiess-Filme” ***
UND “ÄKTSCHEN
a) Der Held trägt entweder einen Anzug (inkl. weißes Hemd), der auch bei den wildesten Verfolgungsjagden schmutzabweisend ist oder er läuft Dreiviertel des Filmes mit völlig verdreckter Kleidung durch die Gegend, die zum Ende hin meist in Fetzen hängt.
b) Auch die kleinste Pistole beim Helden schafft es, endlose Schusssalven abzufeuern und muss tatsächlich mal nachgeladen werden, hat man sofort die Munition griffbereit.
c) Waffen werden weggeschmissen. Egal, ob Pistole, Messer - was auch immer. Einfach weg damit, sobald sie in der nächsten Filmszene nicht mehr von Nöten sind. Denn: Waffen lassen sich bei Bedarf an jeder Ecke finden - meist die vom Täter, die dann als Beweismittel kontermeniert sind.

d) Der Held wird immer am Bein, an der Schulter oder am Bauch angeschossen. Es blutet wie Sau, aber schon nach einer Minute rennt der Held wie von Tarantel gestochen weiter. Blutende Wunden werden erst dann von einer hübschen Frau versorgt, wenn alles erledigt ist und das Ganze endet dann meistens in einer Bettszene (wobei die Verletzungen auch hierbei nicht mehr stören - geschweige denn schmerzen).
e) Helden müssen nie “pinkeln”. Haben nie Hunger. Und falls sie eine Wasserflasche ergreifen, schütten sie sich den Inhalt über den Kopf und trinken nur einen winzigen Schluck - egal wie anstrengend, schweißtreibend die Verfolgung auch gewesen sein mag.
f) Bei einer Flucht / Verfolgungsjagd gibt es niemals “ebene Strecken”. Es gibt nur überfüllte Strassen, unwegsames Gelände oder es geht nur noch per Luftweg weiter mit einem Helikopter, der genau zu dem Zeitpunkt irgendwo rumsteht. Das Gleiche gilt für Autos, Motorräder. Die werden auch immer überraschten Besitzern einfach abgenommen und natürlich komplett zu Schrott gefahren (ohne das der richtige Besitzer im Laufe des Filmes nochmal zu sehen wäre).
Und ohne fahrbaren Untersatz läuft der Held immer weiter… und weiter… ohne aus der Puste zu kommen in einem “Affentempo” - ebenfalls natürlich unwegsames Gelände oder durch Menschenmassen an jeder Ecke.
g) Sprünge über Dächer enden meist mit Beinah-Absturz und immer ist eine Dachrinne oder ähnliches in letzter Sekunde greifbar gewesen. Die Bösen dagegen finden entweder gar keinen Halt (an genau derselben Stelle) oder aber schwächeln und stürzen ab.
h) Explosion(en) in Gebäuden finden exakt in dem Moment statt, wenn der Gute den Fuss zur Tür raus hat oder es befindet sich immer ein kleines Mäuerchen vor dem Gebäude, wo der Held in Deckung gehen kann (und dies natürlich auch immer per “Hechtsprung / Hechtrolle” erreicht).
i) Ganz altes Klischee - hat schon ellenlangen Bart
->
Zeitzünder sind wahnsinnig flexibel. 10 Sekunden reichen aus, das der Held sich überlegt, was er machen will… sich am besten die Schnürsenkel nochmal fester bindet… Anruf tätigt… die Tür nach draussen von Schlösser / sonstige Barrikaden befreit, irgendjemanden noch von Fesseln etc. befreit oder aber eine Bombe innerhalb einer Minute entschärft, obwohl schon von zehn Sekunden fett im Bild der Countdown abzählend gezeigt wurde.

Tags: actionfilme, filme, flucht, helden, klischee, pistolen
Am 3. November 2009 um 09:55 Uhr
Genau - so ist das. Aber Männer wollen das nicht wahrhaben.
Grüzi, Regina
Am 6. November 2009 um 13:48 Uhr
absolut wahr! so spannend und cool sind diese filme beschrieben. dieser beitrag zeige ich meinem freund unbedingt
Am 9. November 2009 um 09:45 Uhr
Ohne Kommentar. Auf den Punkt getroffen. Mehr davon…
Am 9. November 2009 um 13:26 Uhr
*hihi* Ist mri noch gar nicht so aufgefallen, aber im Nachhinein: Recht hast du! Sie sind immer so aufgebaut und wenn dann doch mal was neues passiert ist das schon eine halbe Sensation.
Noch ne Keinigkeit zu c: Na ist doch kein Wunder, dass sie an jeder Ecke neue Waffen finden. Die hat ein anderer zuvor weggeschmissen und sie haben sich magisch wieder geladen!